Smarte Produkte erobern die deutschen Haushalte

Smart TVs stehen in mehr als der Hälfte der deutschen Haushalte Smart TVs stehen in mehr als der Hälfte der deutschen Haushalte gfu

Die vergangenen Monate haben besonders deutlich gemacht, wie sehr die Vernetzung fortgeschritten ist. Homeoffice, Homeschooling, Online-Shopping und Video-Streaming, Video-Konferenzen oder Video-Chats mit Freunden und Familie: ohne Vernetzung unmöglich.

 

Tatsächlich sind die Haushalte in Deutschland inzwischen umfassend vernetzt und verfügen in der Regel über eine Reihe von Geräten mit Online-Anbindung. Das ergab eine in diesem Sommer durchgeführte Studie in Form einer repräsentativen Online-Befragung der gfu Consumer & Home Electronics GmbH vom Juli/August 2020 mit 2.000 Teilnehmern aus Deutschland.

kommentar-gfu_dr-sara_warneke„Neben den Studienergebnissen zeigt auch die aktuelle Marktentwicklung die steigende Bedeutung der Vernetzung“, erklärt Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu. „Für 2020 erwarten wir ein Umsatzvolumen von knapp 22 Milliarden Euro mit vernetzbaren Consumer Electronics-Produkten, ein Zuwachs von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Verglichen mit dem Jahr 2017 bedeutet dies sogar eine Steigerung um 16 Prozent.“

Smartphone hat PC als Nummer 1 Online-Produkt abgelöst

Spitzenreiter bei den Online-Produkten ist das Smartphone. 91 Prozent der Befragten gaben bei der Studie an, dass sie über eines verfügen. Damit hat das Smartphone den PC inzwischen vom Spitzenplatz bei den Online-Produkten im Haushalt verdrängt. Bei den 16- bis 39-Jährigen liegt der Anteil der Smartphone-Nutzer sogar bei 96 Prozent. Doch auch ein PC ist weiterhin stark verbreitet: 86 Prozent der Befragten gaben an, dass in ihrem Haushalt ein Computer vorhanden ist. Auch hier gibt es wieder Unterschiede bei den Altersgruppen. Die über 60-Jährigen verzeichnen mit 93 Prozent eine deutlich höhere Haushaltsausstattung als die Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen mit 82 Prozent. Diese Altersgruppe ist wiederum eher ein Freund des Tablet-PCs, 61 Prozent der 16- bis 39-Jährigen haben ein solches Gerät in ihrem Haushalt. Bei den über 60-Jährigen liegt dieser Anteil bei nur 48 Prozent, während ein Tablet-PC über alle Altersgruppen hinweg betrachtet in 55 Prozent der Haushalte vorhanden ist.

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Quelle: gfu
Spitzenreiter bei den internetfähigen Geräten in den deutschen Haushalten ist das Smartphone

Mehrheit der Haushalte verfügt über einen Smart-TV

Der Fernseher ist inzwischen bei der Mehrheit (55 Prozent) der Befragten für Internetdienste gerüstet, also ein sogenannter Smart-TV. Altersabhängige Unterschiede sind aber auch hier zu erkennen: 61 Prozent der 16- bis 39-Jährigen haben einen smarten Fernseher, bei den über 60-Jährigen nur 47 Prozent. Insgesamt verzeichnen die smarten Fernseher das größte Wachstum innerhalb der Kategorie der Online-Produkte. 2018 betrug ihr Anteil in den Haushalten 46 Prozent, 2019 wurde erstmals die knappe Mehrheit von 51 Prozent erzielt und nun die deutlichen 55 Prozent.

Genutzt wird die Online-Fähigkeit des TV-Geräts am häufigsten (55 Prozent) zum Abrufen von kostenpflichtigen Streamingdiensten, dahinter folgt die Nutzung von in der Regel kostenfreien Mediatheken der TV-Sender (34 Prozent) und Videoportalen (33 Prozent) wie zum Beispiel YouTube. Die Bereitschaft für Streamingdienste zu bezahlen, ist besonders bei den jüngeren Befragten ausgeprägt. Bei den 16- bis 39-Jährigen gaben fast vier von fünf (79 Prozent) der Smart-TV-Besitzer an, kostenpflichtige Dienste zu nutzen.

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Quelle: gfu
In über der Hälfte der deutschen Haushalte ist derzeit bereits ein Smart-TV vorhanden

Smart-TVs verändern Fernsehverhalten

In der gfu Studie zeigt sich auch, dass Smart-TVs das Fernsehverhalten verändern: So gaben 50 Prozent der Smart-TV-Besitzer an, dass sie häufiger Sendungen schauen, die nicht von Werbung unterbrochen werden. Auch sogenanntes „Binge-Watching“ wird durch Smart-TVs immer beliebter. Hierbei werden beispielsweise mehrere Folgen einer Serie hintereinander angeschaut oder mehrere Spielfilme einer Reihe wie etwa der Star Wars-Saga. Mittlerweile starten 44 Prozent der befragten Smart-TV-Besitzer regelmäßig zum Serienmarathon.

Besonders ausgeprägte „Serien-Junkies“ gibt es dabei in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen Smart-TV-Besitzer, hier bekennen sich fast zwei Drittel (65 Prozent) zum „Binge-Watching“.

Ebenfalls erkennbar ist der Trend, dass die Smart-TV-Besitzer immer häufiger selbst bestimmen, wann etwas geschaut wird: bereits 40 Prozent von ihnen schauen unabhängig von festen Sendezeiten, bei den Jüngeren (16- bis 39-Jährige) liegt der Anteil bereits bei 51 Prozent.

www.gfu.de

Gelesen 73 mal Letzte Änderung am Freitag, 02 Oktober 2020 09:06

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